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Später Nutzen

Noch vor der Subprime-Krise habe ich für einen Verlag ein Konzept für ein neues Produkt erstellt - Thema: Geldanlage. Dieses wurde dann zwar doch nicht verwirklicht (der amerikanische Häusermarkt kam mir wohl dazwischen). Jetzt plötzlich wollte jemand mein Plan von damals aber haben. Mal schauen, eventuell ist es ja ein gutes Zeichen für die Märkte.

Auf mich wollte ja keiner hören

Vor einigen Jahren habe ich meine Diplomarbeit geschrieben: über den Zusammenhang zwischen dem Wetter und Aktienkursen. Auf dem ersten blick war klar: Schlechtes Wetter lässt die Kurse sinken, nur statistisch belegen ließ sich dies nicht.

Wenn ich mir diesen Sommer so ansehe und die aktuellen Börsenkurse vergleiche, denke ich es wird Zeit, die Untersuchung zu wiederholen!

Nur mal so am Rande

Die Air-Berlin-Aktie kostet inzwischen sogar weniger als das billigste Ticket. Gute Arbeit, Mr. Hunold!

Abstieg

Ich glaube, Qualitätsjournalismus wird es in der derzeitgen Form in Zukunft kaum mehr geben. Immer mehr gute Schreiber verlassen die Verlagshäuser. Sie kämpfen häufig allein weiter, erzielen in ihren Nischen sogar mitunter ordentliche Gewinne.

In den Redaktionen bleiben nur die jungen, unterbezahlten, dafür aber übermotivierten Kollegen zurück. Die können die Arbeit zwar vorerst stemmen, ihre privaten Ausgaben aber häufig nicht mehr decken. So wird das wohl nichts.

PS: Musste ich mal loswerden!

Abwarten und langsam fahren!

Mein neuer Wagen verbraucht 14Liter auf 100 Kilometer - aber in 12 bis 15 Jahren soll der Ölpreis ja wieder sinken.

Ein Jahr danach!

Fast genau ein Jahr ist es her, dass die meisten deutschen Finanzjournalisten das Wort Subprime zum ersten Mal gehört haben.  Was dabei auffällt?

1. Bis heute kann kaum ein Wirtschaftsjournalist erklären, was der Subprime-Markt ist?
2. Auch ein Jahr später wird jede Woche neuer Optimismus verbreitet?
3. Dabei ist ein schnelles Ende noch immer nicht in Sicht!
und
4. Bleiben die Werbeanzeigen weiterhin aus, werden das auch die Journalisten irgendwann merken.

PS: Ich habe nie behauptet, dass ich auch nur in einem Punkt besser sei.

Nicht meckern

An alle die sich noch einmal über die Abgeltungsteuer beschweren: Die momentanen Regelungen in § 20 EstG sind so unüberschaubar, dass jede Vereinfachung einfach richtig sein MUSS.

Bin ich wichtig?

Für viele Journalisten zählt nur eine die Frage: Bin ich wichtig? Wer täglich seinen Namen in der Zeitung liest, dafür etliche Überstunden in Kauf nimmt, im Vergleich zu ehemaligen Studienfreunde ein eher mageres Gehalt verdient, braucht zumindest Anerkennung - egal wie.

Die Telekom-Affäre wird dafür ein weiteres Beispiel sein. Nach außen ist die Aufregung groß: Immerhin hat da jemand im ehemaligen Staatskonzern den Schreiberlingen hinterhergeschnüffelt. Intern sieht es aber etwas anders aus: Jeder Journalist, der über die Telekom schreibt, hofft, auf der Liste zu stehen. Denn sollten irgendwann die Namen der überwachten Medienmenschen rauskommen, muss der eigene dabei sein. Denn dann sieht die ganze Welt: Ich bin wichtig!


Bei der Telekom ...

läuft ja nun wieder alles bestens. Senore Obermann erhält finanzstarken Zuspruch, die Kunden laufen angeblich auch nicht mehr davon und im Ausland soll sogar weiter expansiert werden.

Ich glaube es wird Zeit, mal ein anderes Problem richtig anzusprechen: Den Umgang der Telekom mit ihren Kunden - oder sagt Seiler & Kollegen nur mir etwas?

Kann mir mal jemand erklären,...

warum kein Journalist mehr eine Bilanz lesen kann? Zumindest Wirtschaftsjournalisten sollten die Zahlen doch zumindest teilweise verstehen!

Heißt es jetzt...

Birma, Burma oder Myanmar?

Jaja,...

kaum rutscht die Deutsche Bank selbst in die Verlustzone wird aus dem Subprime-Dauer-Pessimisten Ackermann plötzlich ne Beruhigungspille. Ich glaub, die versuchen nur noch zu retten, was es noch zu retten gibt.

Schwätzer

Also ich kenn da ein paar leute, die haben immer zu allem was zu sagen: einige Analysten zum Beispiel, einen Banken-Professor etwa oder natürlich die etlichen selbst ernannten Finanzprofis. Einer findet dabei übrigens fast immer Gehör, fragt sich nur warum?

Zinsen und so!

Die EZB lässt sich von der Finanzkrise einfach nicht beeinflussen und behält den Leitzinssatz bei vier Prozent. Gut für den Euro, schlecht für die Börse, mögen jetzt viele sagen. Auf der anderen Seite denken die Notenbanker vielleicht nur etwas langfristiger als ihre amerikanischen Kollegen. Denn während die Fed ihr Pulver bei den letzten massiven Zinssenkungen schon fast gänzlich verschleudert hat, kann die EZB - sollte sich die Krise weiter ausweiten - dann immer noch einschreiten.

Ein kleiner Trost für Anleger

Die jährliche Steuererklärung ist für viele eine Qual. Auch macht es die Regierung den Steuerpflichtigen nicht gerade leicht. Anstatt das deutsche Steuergesetz entscheidend zu vereinfachen, kommen Jahr für Jahr weitere, neue und oft kompliziertere Regeln hinzu. Doch eine sorgfältige ausgefüllte Erklärung zahlt sich fast immer aus – und zumindest einige positive Änderungen gibt es auch.

DÜSSELDORF. So müssen zwar längst nicht alle Arbeitnehmer eine Erklärung abgeben. Sobald aber beispielsweise die eigenen Werbungskosten die Pauschale von 920 Euro übersteigen oder etwa zusätzliche Kosten wegen Krankheiten, einem beruflichen Umzug oder für die eigene Ausbildung angefallen sind, wartet häufig eine satte Erstattung. Sogar ein normaler Arbeitnehmer kann sich so leicht eine Steuererstattung von mehreren Hundert Euro sichern.

Verunsichern lassen sollten sich die Steuerpflichtigen dabei auch nicht von den zahlreichen Verschlechterungen, die in diesem Jahr zum ersten Mal wirksam werden. So können beispielsweise seit dem vergangenen Jahr Fahrten zur Arbeitsstätte nur noch ab dem 21. Kilometer mit jeweils 30 Cent pro gefahrenem Entfernungskilometer berücksichtigt werden. Gleichzeitig wurde der Sparerfreibetrag halbiert. Ein Single kann nur noch 750 Euro einstreichen, ohne dass er den Fiskus an diesen Einnahmen beteiligen muss. Nicht zuletzt ist auch mit der Anrechnung des häuslichen Arbeitszimmers in den meisten Fällen Schluss: Dieses wird nur noch anerkannt, wenn dort der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit liegt. Betroffen sind davon beispielsweise Lehrer und die meisten Außendienstmitarbeiter, aber auch Angestellte, die nebenbei einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen.

Zumindest teilweise sind diese Neuregelungen aber umstritten. Bei der Kürzung der Pendlerpauschale hat sich beispielsweise schon der Bundesfinanzhof auf die Seite der Steuerpflichtigen gestellt. Das Bundesverfassungsgericht muss nun prüfen, ob die Änderung gegen die Verfassung verstößt. Auch gegen die Streichungen beim Arbeitszimmer laufen bereits erste Musterverfahren. Ein Einspruch kann sich daher durchaus lohnen.

Weniger Chancen haben da Familien. So ist beispielsweise die Beschränkung des Kindergeldanspruchs auf 25 Jahre längst durch. Und auch das Anfang 2007 eingeführte – eigentlich durchaus lukrative – Elterngeld könnte zumindest bei der nun anstehenden Steuererklärung doch noch für eine böse Überraschung sorgen. „Viele wissen gar nicht, dass das Elterngeld voll in die Progression einfließt“, sagt Thomas Müller, Steuerberater bei Ecovis in Düsseldorf. Im Klartext bedeutet dies: Der staatliche Zuschuss muss zwar selbst nicht versteuert werden. Bei der Berechnung des persönlichen Steuersatzes werden die Zahlungen aber mit berücksichtigt. Da der Steuersatz jedoch mit den jeweiligen Einnahmen steigt, erhöht sich durch das Elterngeld häufig genau dieser Prozentsatz und damit auch die spätere Abgabe.

Zumindest einige positive Änderungen gibt es aber auch. So wurden beispielsweise rückwirkend zum 1. Januar 2007 neue Förderungen für ehrenamtliche Helfer und für Spenden eingeführt. Seitdem gelten bei der steuerlichen Berücksichtigung von finanziellen Zuwendungen deutlich höhere Grenzen. Zudem können Übungsleiter seit dem vergangenen Jahr bis zu 2 100 Euro statt wie zuvor bis zu 1 848 Euro steuerfrei erhalten.

Hinzu kommen noch Steuersparmöglichkeiten, die bereits vor einigen Jahren verabschiedet worden sind, aber häufig noch nicht vollständig genutzt werden. Ein Beispiel dafür sind die haushaltsnahen Dienstleistungen. So beteiligt sich der Fiskus auch für Kosten, die rund ums eigene Heim anfallen. Wer etwa eine Firma mit dem Putzen oder der Gartenarbeit beauftragt, kann sich 20 Prozent der Kosten später bei der Jahreserklärung erstatten lassen. Akzeptiert werden die Ausgaben bis zu einer Summe von 3 000 Euro; die Steuerschuld kann somit um 600 Euro sinken.

Wichtig ist dabei jedoch, die Vorschriften genau zu beachten. Denn zum einen werden nur Personal-, nicht jedoch Materialkosten anerkannt. Zudem müssen die Zahlungen nicht nur mit Rechnungen, sondern auch den entsprechenden Überweisungsbelegen nachgewiesen werden. Diese müssen zwar nicht mehr direkt beim Finanzamt eingereicht werden, die Beamten können die entsprechenden Unterlagen aber jederzeit einfordern.

Sorgfalt ist bei der Erklärung ohnehin geboten. „Nur wer die Fristen und Formerfordernisse einhält, kann sein Recht auch durchsetzen“, sagt Matthias Lamprecht, Steuerberater bei Hecker, Werner, Himmelreich & Nacken. Und auch sich vor der Steuererklärung zu drücken, ergibt keinen Sinn. Entweder entgehen einem so mitunter ordentliche Nachzahlungen. Und wenn man ohnehin verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, drohen noch zusätzliche Kosten wie etwa Verspätungs- oder Säumniszuschläge. Allein der Verspätungszuschlag kann bis zu zehn Prozent der festgesetzten Steuer betragen.

Termindruck

Fristen
Wer verpflichtet ist, seine Steuererklärung abzugeben, muss dies bis Ende Mai des Folgejahres erledigen. Offiziell gibt es keine Verlängerung; wer gute Gründe hat, bekommt aber meistens mehr Zeit. Wer gegen den späteren Bescheid Einspruch einlegen will, hat dazu einen Monat Zeit.

Form
Bei der elektronischen Steuererklärung müssen nur noch wenige Belege wie etwa Spenden- oder Jahresbescheinigungen der Banken zum Finanzamt geschickt werden. Sämtliche Unterlagen sollten aber sorgfältig aufbewahrt werden, da die Beamten diese nachfordern können. Erst wenn der Bescheid bestandskräftig ist, müssen die Belege aus steuerlichen Gründen nicht mehr behalten werden.


Aus: Handelsblatt.com

Ostern ist vorüber,

die IKB hat einen neuen Aufsichtsrat und die Krise findet kein Ende!

Frohe Ostern ...

wünsche ich vor allem den IKB-Aktionären, bevor sich nächste Woche ihr Erspartes in Luft auflöst!

Sicher ist es unsicher

Die Finanzkrise habe ich unterschätzt , so viel ist sicher. Sicher sind die Anlagen vieler Investoren dafür aber nicht, auch wenn ihre Finanzberater dies immer wieder behauptet haben.

Das Problem: die Zertifkate. Wie kaum ein anderes Produkt zeigen die Zertifikate, worunter die Märkte leiden und wie schnell es zur finanziellen Katastrophe kommen kann. Denn:

1. Kaum ein Anleger versteht die Zertifikate, die meisten haben sie aber trotzdem gekauft.
2. Komplizierte Produkte versprechen zwar gerne Sicherheit, die Risiken sind aber häufig immer noch da, nur eben gut versteckt.
3. Verstehen die Marktteilnehmer die Märkte nicht mehr, können sie leicht außer Kontrolle geraten.

Bei den Zertifikaten steht dies kurz bevor. Denn obwohl gerade mit Garantiezertifikaten, bei denen ein Verlust so gut wie ausgeschlossen ist, Bauern-Fängerei getrieben wurde, kann von Garantie längst keine Rede mehr sein.

Wäre Bear Stearns tatsächlich pleite gegangenen (vielleicht passiert das ja auch noch) hätten die treu-doofen Anleger endlich einmal die Schattenseite der Zertifkate erkannt. Geht das Institut bankrott sind diese nämlich oft wertlos. Immerhin sind Zertifikate nichts anderes als Inhaberschuldverschreiben.

Von diesem Punkt haben die meisten Anleger zwar schon mal was gehört, ernst genommen hat es bisher aber niemand. Ich bin mir sicher, dies wird sich in den kommenden Wochen gewiss noch ändern.

Schadenfreude ...

... ist noch immer die schönste Freude.

Und es kommt noch schlimmer

Das neue Jahr hat für die Anleger alles andere als gut angefangen. Und ich glaube der große Einbruch steht ohnehin noch aus - wenn auch erst in einem Jahr. Denn fast unbemerkt ziegen Euro- und Goldkurs weiter an. Die Subprimekrise wird sich noch einige Monate hinziehen und trifft inzwischen auch die Realwirtschaft. Die Unternehmensgewinne brechen ein, die Börse sacken ab.

Aufgehalten wird dieser Abschwung aber noch von der Finanzindustrie. Diese investiert nicht nur selbst, sondern versucht damit auch die Kurse zu stabilisieren, um die Welle neuer Produkte vor der Abgeltungsteuer noch mitnehmen zu können. Anfang 2009 werden sich aber auch die Privatinvestoren zurückhalten. Zumindest für den Dax sind das keine guten Aussichten.
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