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Heißt es jetzt...Birma, Burma oder Myanmar? Jaja,... kaum rutscht die Deutsche Bank selbst in die Verlustzone wird aus dem Subprime-Dauer-Pessimisten Ackermann plötzlich ne Beruhigungspille. Ich glaub, die versuchen nur noch zu retten, was es noch zu retten gibt. SchwätzerAlso ich kenn da ein paar leute, die haben immer zu allem was zu sagen: einige Analysten zum Beispiel, einen Banken-Professor etwa oder natürlich die etlichen selbst ernannten Finanzprofis. Einer findet dabei übrigens fast immer Gehör, fragt sich nur warum? Zinsen und so! Die EZB lässt sich von der Finanzkrise einfach nicht beeinflussen und behält den Leitzinssatz bei vier Prozent. Gut für den Euro, schlecht für die Börse, mögen jetzt viele sagen. Auf der anderen Seite denken die Notenbanker vielleicht nur etwas langfristiger als ihre amerikanischen Kollegen. Denn während die Fed ihr Pulver bei den letzten massiven Zinssenkungen schon fast gänzlich verschleudert hat, kann die EZB - sollte sich die Krise weiter ausweiten - dann immer noch einschreiten. Ein kleiner Trost für AnlegerDie jährliche Steuererklärung ist für viele eine Qual. Auch macht es die Regierung den Steuerpflichtigen nicht gerade leicht. Anstatt das deutsche Steuergesetz entscheidend zu vereinfachen, kommen Jahr für Jahr weitere, neue und oft kompliziertere Regeln hinzu. Doch eine sorgfältige ausgefüllte Erklärung zahlt sich fast immer aus – und zumindest einige positive Änderungen gibt es auch.DÜSSELDORF. So müssen zwar längst nicht alle Arbeitnehmer eine Erklärung abgeben. Sobald aber beispielsweise die eigenen Werbungskosten die Pauschale von 920 Euro übersteigen oder etwa zusätzliche Kosten wegen Krankheiten, einem beruflichen Umzug oder für die eigene Ausbildung angefallen sind, wartet häufig eine satte Erstattung. Sogar ein normaler Arbeitnehmer kann sich so leicht eine Steuererstattung von mehreren Hundert Euro sichern. Verunsichern lassen sollten sich die Steuerpflichtigen dabei auch nicht von den zahlreichen Verschlechterungen, die in diesem Jahr zum ersten Mal wirksam werden. So können beispielsweise seit dem vergangenen Jahr Fahrten zur Arbeitsstätte nur noch ab dem 21. Kilometer mit jeweils 30 Cent pro gefahrenem Entfernungskilometer berücksichtigt werden. Gleichzeitig wurde der Sparerfreibetrag halbiert. Ein Single kann nur noch 750 Euro einstreichen, ohne dass er den Fiskus an diesen Einnahmen beteiligen muss. Nicht zuletzt ist auch mit der Anrechnung des häuslichen Arbeitszimmers in den meisten Fällen Schluss: Dieses wird nur noch anerkannt, wenn dort der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit liegt. Betroffen sind davon beispielsweise Lehrer und die meisten Außendienstmitarbeiter, aber auch Angestellte, die nebenbei einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen. Zumindest teilweise sind diese Neuregelungen aber umstritten. Bei der Kürzung der Pendlerpauschale hat sich beispielsweise schon der Bundesfinanzhof auf die Seite der Steuerpflichtigen gestellt. Das Bundesverfassungsgericht muss nun prüfen, ob die Änderung gegen die Verfassung verstößt. Auch gegen die Streichungen beim Arbeitszimmer laufen bereits erste Musterverfahren. Ein Einspruch kann sich daher durchaus lohnen. Weniger Chancen haben da Familien. So ist beispielsweise die Beschränkung des Kindergeldanspruchs auf 25 Jahre längst durch. Und auch das Anfang 2007 eingeführte – eigentlich durchaus lukrative – Elterngeld könnte zumindest bei der nun anstehenden Steuererklärung doch noch für eine böse Überraschung sorgen. „Viele wissen gar nicht, dass das Elterngeld voll in die Progression einfließt“, sagt Thomas Müller, Steuerberater bei Ecovis in Düsseldorf. Im Klartext bedeutet dies: Der staatliche Zuschuss muss zwar selbst nicht versteuert werden. Bei der Berechnung des persönlichen Steuersatzes werden die Zahlungen aber mit berücksichtigt. Da der Steuersatz jedoch mit den jeweiligen Einnahmen steigt, erhöht sich durch das Elterngeld häufig genau dieser Prozentsatz und damit auch die spätere Abgabe. Zumindest einige positive Änderungen gibt es aber auch. So wurden beispielsweise rückwirkend zum 1. Januar 2007 neue Förderungen für ehrenamtliche Helfer und für Spenden eingeführt. Seitdem gelten bei der steuerlichen Berücksichtigung von finanziellen Zuwendungen deutlich höhere Grenzen. Zudem können Übungsleiter seit dem vergangenen Jahr bis zu 2 100 Euro statt wie zuvor bis zu 1 848 Euro steuerfrei erhalten. Hinzu kommen noch Steuersparmöglichkeiten, die bereits vor einigen Jahren verabschiedet worden sind, aber häufig noch nicht vollständig genutzt werden. Ein Beispiel dafür sind die haushaltsnahen Dienstleistungen. So beteiligt sich der Fiskus auch für Kosten, die rund ums eigene Heim anfallen. Wer etwa eine Firma mit dem Putzen oder der Gartenarbeit beauftragt, kann sich 20 Prozent der Kosten später bei der Jahreserklärung erstatten lassen. Akzeptiert werden die Ausgaben bis zu einer Summe von 3 000 Euro; die Steuerschuld kann somit um 600 Euro sinken. Wichtig ist dabei jedoch, die Vorschriften genau zu beachten. Denn zum einen werden nur Personal-, nicht jedoch Materialkosten anerkannt. Zudem müssen die Zahlungen nicht nur mit Rechnungen, sondern auch den entsprechenden Überweisungsbelegen nachgewiesen werden. Diese müssen zwar nicht mehr direkt beim Finanzamt eingereicht werden, die Beamten können die entsprechenden Unterlagen aber jederzeit einfordern. Sorgfalt ist bei der Erklärung ohnehin geboten. „Nur wer die Fristen und Formerfordernisse einhält, kann sein Recht auch durchsetzen“, sagt Matthias Lamprecht, Steuerberater bei Hecker, Werner, Himmelreich & Nacken. Und auch sich vor der Steuererklärung zu drücken, ergibt keinen Sinn. Entweder entgehen einem so mitunter ordentliche Nachzahlungen. Und wenn man ohnehin verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, drohen noch zusätzliche Kosten wie etwa Verspätungs- oder Säumniszuschläge. Allein der Verspätungszuschlag kann bis zu zehn Prozent der festgesetzten Steuer betragen. Termindruck Fristen Form
Ostern ist vorüber,die IKB hat einen neuen Aufsichtsrat und die Krise findet kein Ende! Frohe Ostern ...wünsche ich vor allem den IKB-Aktionären, bevor sich nächste Woche ihr Erspartes in Luft auflöst! Sicher ist es unsicherDie Finanzkrise habe ich unterschätzt , so viel ist sicher. Sicher sind die Anlagen vieler Investoren dafür aber nicht, auch wenn ihre Finanzberater dies immer wieder behauptet haben. Das Problem: die Zertifkate. Wie kaum ein anderes Produkt zeigen die Zertifikate, worunter die Märkte leiden und wie schnell es zur finanziellen Katastrophe kommen kann. Denn: 1. Kaum ein Anleger versteht die Zertifikate, die meisten haben sie aber trotzdem gekauft. 2. Komplizierte Produkte versprechen zwar gerne Sicherheit, die Risiken sind aber häufig immer noch da, nur eben gut versteckt. 3. Verstehen die Marktteilnehmer die Märkte nicht mehr, können sie leicht außer Kontrolle geraten. Bei den Zertifikaten steht dies kurz bevor. Denn obwohl gerade mit Garantiezertifikaten, bei denen ein Verlust so gut wie ausgeschlossen ist, Bauern-Fängerei getrieben wurde, kann von Garantie längst keine Rede mehr sein. Wäre Bear Stearns tatsächlich pleite gegangenen (vielleicht passiert das ja auch noch) hätten die treu-doofen Anleger endlich einmal die Schattenseite der Zertifkate erkannt. Geht das Institut bankrott sind diese nämlich oft wertlos. Immerhin sind Zertifikate nichts anderes als Inhaberschuldverschreiben. Von diesem Punkt haben die meisten Anleger zwar schon mal was gehört, ernst genommen hat es bisher aber niemand. Ich bin mir sicher, dies wird sich in den kommenden Wochen gewiss noch ändern. Schadenfreude ...... ist noch immer die schönste Freude. Und es kommt noch schlimmerDas neue Jahr hat für die Anleger alles andere als gut angefangen. Und ich glaube der große Einbruch steht ohnehin noch aus - wenn auch erst in einem Jahr. Denn fast unbemerkt ziegen Euro- und Goldkurs weiter an. Die Subprimekrise wird sich noch einige Monate hinziehen und trifft inzwischen auch die Realwirtschaft. Die Unternehmensgewinne brechen ein, die Börse sacken ab. Aufgehalten wird dieser Abschwung aber noch von der Finanzindustrie. Diese investiert nicht nur selbst, sondern versucht damit auch die Kurse zu stabilisieren, um die Welle neuer Produkte vor der Abgeltungsteuer noch mitnehmen zu können. Anfang 2009 werden sich aber auch die Privatinvestoren zurückhalten. Zumindest für den Dax sind das keine guten Aussichten. Schöne, heile WeltNun ist es also soweit: Gegen die im Steuerskandal maßgeblich beteiligte Staatsanwaltschaft wird ermittelt. Der Vorwurf: Geheimnisverrat. Im Kern geht es darum, wieso die Reporter vom ZDF schon vor den Fahndern an Zumwinkels Gartenzaun standen. Na so überraschend wie dieser Schritt wird auch die Antwort auf die Frage sein. Denn wer sich nur ein bisschen unter den von Berufs wegen häufig geschwätzigen Journalisten auskennt weiß, dass die Lücke so leicht nicht ans Licht kommt. Aber zumindest versucht haben, muss man es ja. Ich kann es einfach nicht mehr hören!Die Steuer-Affäre ist ein herrliches Beispiel dafür, das selbst angesehen Journalisten heutzutage einfach nicht mehr recherchieren, sondern Halb-Weiheiten und Hören-Sagen verbreietn:
Punkt 1: Die ekligen, nichts-sagenden Kreise-Meldungen, die zu 90 Prozent absoluter Unsinn sind (siehe Blog-Eintrag zuvor)
Punkt 2: Die ständige Mär vom Umfang der deutschen Steuerliteratur
Punkt 3: Absolut niemals belagbare Behauptungen wie: "Die Deutschen verwenden mehr Zeit darauf, Steuern zu sparen, als alle anderen Nationen" --> selten so ein Schwachsinn gelesen! Ich glaub,da rappelt es in der Phrasenmaschine: "Es rappelt Selbstanzeigen" haben etliche Zeitungen mit dem Hinweis auf Kreise in den vergangenen Tagen zitiert. Also entweder sind diese Zitate frei erfunden oder die Journalisten haben sich von den Fahnder mißbrauchen lassen, um den Druck auf mögliche Steuerhinterzieher zu erhöhen. Denn eine Selbstanzeige ist nicht nur in vielen Fällen kontraproduktiv. Häufig ist sie in so kurzer Zeit gar nicht möglich. Immerhin müssen die Steuererklärungen der vergangenen Jahre überarbeitet werden, neue Berechnungen (die auch wirklich stimmen müssen) erstellt werden und die hinterzogene Steuer sofort an das Finanzamt überwiesen werden. Gerade bei Vielverdienern ist dies in so kurzer Zeit kaum zu schaffen. Daher eine Bitte: Nicht alles glauben, was aus Kreisen kommt! Gier frisst Hirn ...heisst es ja so schön. Trotzdem kann ich einfach nicht vestehend, was Menschen wie Herrn Zumwinkel (falls sich der Verdacht bestätigt) dazu treibt, Steuern zu hinterziehen. Wer sich doch ohnehin alles leisten kann, wird auf das bisschen Geld kaum noch angewiesen sein. Wahrscheinlicher ist wohl eher, dass er noch Altlasten mit sich rumschleppt - aus Zeiten in denen das private Konto noch nicht so gut gefüllt war. Eine Frage an seine Berater hätte ich dann aber: Noch nie etwas von der Steueramnestie gehört?
Interessant sind an dem Fall auch noch zwei andere Punkte:
1. Bei Steuern tappen die meisten Medien immer noch im Dunkeln. So wird wieder munter Hinterschlagung mit verschwiegenen Einkommen verwechselt, man von einer, dann von zehn Millionen Euro gesprochen - und das, obwohl sich darüber längst noch nichts sagen lässt.
2. Kommt nur mit das so vor oder sind nicht Ex-Minister besonders häufig unter den Steuersündern vertreten? Mal ein schöner Surf-TippSeit diesem Jahr müssen etliche Unternehmen ihre Abschlüsse nun wirklich, tatsächlich und ohne Wenn und Aber veröffentlichen. Dies ist zwar gerade für Mittelständler ägerlich, für neurgierige Leute wie mich aber ein gefundenes Fressen: www.unternehmensregister.de
Mehr zu den neuen Regeln (von mir aus dem Handelsblatt):
Für viele Mittelständler und Familienunternehmer fängt das neue Jahr alles andere als gut an: Zum ersten Mal haben sie zum Jahreswechsel ihre Bilanzen veröffentlicht - und das alles andere als freiwillig. Damit sind nun wichtige Zahlen und Finanzberichte über das jeweilige Unternehmen für jedermann im Internet einzusehen. "Allein der Gedanke daran sorgt sicher bei dem ein oder anderen Unternehmer für schlaflose Nächte", sagt Ingrid Westphal-Westenacher, Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin bei Ecovis in Nürnberg. Doch seit Anfang dieses Jahres gibt es zu diesem unbeliebten Schritt kaum mehr eine Alternative. Zwar müssen die Unternehmer eigentlich schon seit rund 22 Jahren ihre Abschlüsse veröffentlichen. "Bisher haben das aber die wenigsten gemacht", sagt Mario Krause, Steuerberater bei Häne, Huhn und Krause in Wenden. Auch aktuellen Schätzungen zufolge sind nur etwa fünf Prozent der Unternehmen diesen Pflichten in den vergangenen Jahren nachgekommen. Denn früher mussten die Abschlüsse zwar ebenfalls beim Gericht eingereicht werden - die Amts- und Registergerichte haben die Einreichung jedoch nur auf Anforderung kontrolliert und sanktioniert. Und dies kam so gut wie nie vor. Seit dem Inkrafttreten des EHUG (Gesetz über elektronisches Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie Unternehmensregister) vor rund einem Jahr ist das Prozedere jetzt aber völlig anders. Fortan müssen die Abschlüsse über das Internet direkt beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht werden. Für die Überwachung sind auch nicht mehr die Gerichte, sondern das Bundesamt für Justiz zuständig. Und die Experten sind sich einig: Das Amt kontrolliert sehr genau. Wer die aktuelle Frist bis zum Jahreswechsel ignoriert hat, wird daher bereits in diesen Tagen Post erhalten. Denn die erste Prüfrunde ist für Mitte Januar vorgesehen. Zunächst wird dann ein Ordnungsgeld von 58 Euro fällig. Weigert sich der Unternehmer daraufhin noch immer, die entsprechenden Unterlagen einzureichen, muss er mit Strafen zwischen 2 500 und 25 000 Euro rechnen. Betroffen von dieser Regelung ist vor allem der Mittelstand. Denn während große Kapitalgesellschaften schon wegen der Vielzahl an Anteilseignern ohnehin etliche Informationen preisgeben, waren die kleineren Unternehmen bis zuletzt sehr zurückhaltend. "Vor allem viele Mittelständler sind im Umgang mit ihren Geschäftszahlen besonders vorsichtig", sagt Westphal-Westenacher. Die Unternehmer fürchten insbesondere, dass Konkurrenten oder Kunden zu viel über das eigene Geschäft erfahren. "Wenn beispielsweise in einem Ort nur zwei Konkurrenten um Aufträge kämpfen, können sie sich nun besser einschätzen", sagt Krause. Wer sich finanziell in der besseren Situation sieht, könnte so durch extreme Preisnachlässe etwa versuchen, den anderen Anbieter langfristig aus dem Markt zu drängen. Ein anderer, denkbarer Problemfall: Ist ein Mittelständler - wie beispielsweise häufig bei den Automobilzulieferern - nur von einem oder zwei großen Kunden abhängig, können diese nun den Jahresgewinn und die aktuelle finanzielle Situation des Zulieferers besser einschätzen. "Bei den nächsten Preisverhandlungen könnten das Argumente für weitere Rabattforderungen sein", sagt Krause. Doch Auswege aus den Publizitätspflichten gibt es kaum. Immerhin gelten die neuen Regeln für alle Unternehmer, die aufgrund ihrer Rechtsform nur begrenzt haften. Damit müssen sämtliche deutsche Kapitalgesellschaften wie GmbHs oder Aktiengesellschaften, aber auch einige andere Unternehmen ihre Bilanz und den Anhang spätestens ein Jahr nach Ablauf des entsprechenden Geschäftsjahres veröffentlichen. Für das Jahr 2006 ist diese First daher gerade abgelaufen. Größere Gesellschaften müssen zusätzlich beispielsweise die Gewinn- und Verlustrechnung und den Lagebericht einreichen. Will ein Unternehmer die Offenlegung auf jeden Fall vermeiden, bleibt nur die Umwandlung. Wählt er eine andere Rechtsform, bei der er oder eine andere Person mit dem gesamten eigenen Vermögen haftet, muss er seine Angaben nicht mehr veröffentlichen. "Dieser Weg ist aber häufig nicht nur kompliziert", sagt Steuerberaterin Westphal-Westenacher. Gleichzeitig sei auch der Preis - die Aufgabe der beschränkten Haftung - für viele Unternehmer einfach zu hoch. Daher gilt es, sich mit den neuen Anforderung anzufreunden und das Beste für das eigene Unternehmen herauszuholen. So sollten sich die Unternehmer vor allem genau informieren, welche Angaben sie wirklich veröffentlichen müssen. "Gerade bei kleinen Unternehmen, die die Gewinn- und Verlustrechnung nicht publizieren müssen, werden wichtige Details somit erst gar nicht bekannt", sagt Krause. Auf der anderen Seite können Unternehmer die neuen Vorschriften sogar für sich nutzen. Zum einen können sie sich nun ebenfalls besser über Lieferanten und vor allem Kunden informieren. Immerhin ist das Hauptziel der Offenlegung der Jahresabschlüsse der Gläubigerschutz. Jeder, der mit einem entsprechenden Betrieb Geschäfte macht, kann sich gerade bei begrenzter Haftung so ein umfassendes Bild über die aktuelle Finanzlage des potenziellen Kunden verschaffen. Zudem kann durch die Veröffentlichung das Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit verbessert werden. Dafür kann der Unternehmer etwa im Lagebericht umfassend auf die Interessen seiner Partner eingehen. "Wer diese Instrumente sinnvoll nutzt, kann dann aus den Pflichten sogar Nutzen ziehen", sagt Westphal-Westenacher. Kurze PauseDer Dax hat sich vorerst wieder beruhigt. Anleger sollten sich davon allerdings nicht blenden lassen. Denn noch überwiegen die negativen Vorgaben: 1. Die drastische Zinssenkung der Fed hatte kaum Einfluss auf die Märkte. Bei einem nächsten Absturz gibt es also kaum mehr etwas, um eine Gegenreaktion zu provozieren. 2. Die Höhe der Zinsssenkung sollte jedermann verdeutlichen, wie hoch die Fed die konjunkturellen Risiken einschätzt. 3. Auch die institutionellen Investoren haben sich - zumindest teilweise - am Ausverkauf beteiligt. Sie werden daher jede Erholung nutzen, um die Aktienquote weiter zu senken. Lügen haben lange NasenWas sich der Vorstand der HRE da geleistet hat, lässt sich meiner Meinung nach nicht erklären. Noch im November beteuerten sie, nicht von der Immobilienkrise betroffen zu sein - und jetzt folgt eine saftige Abschreibung. Eigentlich bin ich ja mit Vorstandsmitgliedern eher nachsichtig. Oft genug habe ich miterlebt, wie sie von einigen, nervenden und mitunter auch sensationsgeilen Journalisten zu noch dem kleinsten Geschäftsaspekt gelöchert wurden. Wer Unternehmer kennt - und seien es auch "nur" kleine Mittelständler -, weiß da man einen guten Betrieb nicht bis ins Deatil kontrollieren kann. Wenn aber ein Vorstand sich vor einem Interview im November nicht auführlich über die eigenen Belastungen durch die Subprime-Krise informiert, halte ich das für grenzwertig. Klären wird das - hoffentlich einmal - die Bafin. Für 2008 hätte ich übrigens auch schon einen Vorschlag:Künstlersozialkasse. Einige Unternehmer wissen wahrscheinlich schon warum, für die anderen wird es vielleicht teuer. Aber dazu später mehr. Mein persönliches Unwort des Jahres....... lautet übrigens: Syperzyklus - und das bereits zum dritten Mal in Folge. Klar, Öl kostete zeitweise über 100 Dollar, Gold über 900 - von einem Superzyklus kann aber trotzdem längst keine Rede sein. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass sich derartige Zitate einfach gut lesen - und noch dazu leicht zu beschaffen sind. Denn wann würde sich wohl ein Jim Rogers - der wenn ich mich richtig erinnere, auch schon mal in Arte in einem Bericht über chinesische Au-Pairs in den USA als Vorzeige-New-Yorker auftritt - oder die ein, zwei andere Superzyklus-Theoretiker beschweren, wenn sie damit - eventuell auch ungefragt - zitiert werden?!
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